June 29, 2017

Crankworx Epic

 

Wow, was für ein Auftakt! Die Crankworx World Tour schlug dieses Jahr zum ersten Mal in Innsbruck auf – klar, dass wir dort einen Stopp unserer Rolling Circus Tour eingelegt haben. Schließlich versprechen fette Berge, jede Menge Top Rider und Parties eine aufregende Woche.

Bereits am Montag vor dem eigentlichen Festivalbeginn schlugen wir unsere Zelte auf dem Gelände an der Mutterer Alm etwas oberhalb von Innsbruck auf. Von großer Expo oder Festival war noch keine Spur; wir waren die ersten, die ihr Setup aufbauten. ABER: Der Slopestyle-Kurs und der Pumptrack waren fertig geshaped und wir konnten uns schon vorstellen, was die nächsten Tage abgehen würde. Das Wetter spielte extrem gut mit und so durften wir nicht nur bei knallendem Sonnenschein aufbauen, sondern hatten auch bis Ende der Woche bei Sommertemperaturen eine verdammt gute Woche. Aber immer der Reihe nach. Am Mittwoch wurde das Festival offiziell eröffnet. Unsere Pro-Rider Erik Irmisch, Johann Potgieter, Vali Höll, Yannick Granieri, Young Talent Bubba Warren aus den USA und natürlich Brett Tippie schauten am Stand vorbei, trainierten für die Contests und gaben bei den Whip Offs am Abend zum ersten Mal Gas. Bubba Warren ging mit seinen Whips richtig steil und hatte auf jeden Fall das Zeug fürs Podium, am Ende lag aber Louis Reboul vorn und sicherte sich den Sieg. Die Crowd vor Ort genoss das Mega-Panorama um den gesamten Speicherteich, feuerte die Fahrer an und ließ Festivalstimmung aufkommen. Die Whip-Offs waren definitiv eines der Highlights der gesamten Woche. Donnerstagabend ging‘s dann mit dem Dual Speed and Style weiter, bei dem zwei Fahrer auf einem Kurs gegeneinander antreten und sich in Sachen Geschwindigkeit und Style gegenseitig überbieten. Bubba Warren und Yannick Granieri waren für YT am Start und sorgten für Good Times auf dem Track. Abends gab’s bei der Crankworx Movie Night im Innsbrucker Zentrum noch ein paar filmische MTB-Highlights, aber ganz ehrlich: Bei 30 Grad und Sonnenschein ließen wir den Abend lieber bei ein paar kühlen Bierchen ausklingen.

 

 

 
 
 

Der Freitag war dann der erste Vorbote fürs Wochenende: Das Festivalgelände, das sich um die Talstation der Mutterer Alm erstreckte, war richtig gut besucht und beim Pumptrack Rennen unter feuerrotem Abendhimmel ging es ab. Die Stimmung war am Kochen, die Jungs und Mädels auf dem Pumptrack gaben wirklich alles. Die Australierin Caroline Buchanan und der Franzose Chaney Guennet machten das Rennen. Von unseren Athleten ging nur Bubba Warren an den Start, der Rest schonte sich für das Downhillrennen am nächsten Tag. Die Hiobsbotschaft am Freitag kam dann von der Festivalorganisation: Da für den Sonntag heftige Gewitter und Sturm vorhergesagt waren, wurde der Slopestyle Contest auf den Samstag vorverlegt, so dass Downhill und Slopestyle zeitgleich stattfanden. Schade für die Zuschauer, die beides gern mitverfolgt hätten, denn das Downhillrennen fand im benachbarten Götzens statt. Nichtsdestotrotz waren sowohl am Downhill als auch beim Slopestyle richtig viele Leute vor Ort, das Wetter hielt bis zuletzt und die Stimmung hätte nicht besser sein können. Wir verliehen derweil unsere Testbikes (die man übrigens auf dem Mutterer Alm Trail testfahren konnte), fachsimpelten und hatten eine gute Zeit mit unseren Besuchern.    

 
 

 

 

 
 

 

 

Nicht wenige unserer Crew sollten gezeichnet nach Hause zurückkehren, denn die benachbarte CP Gang hatte sich mit Jaws einen begnadeten Tättowierer eingeladen, der den ganzen Tag damit beschäftigt war, Körperteile zu verschönern. Wer sich Partyride oder das CP Logo stechen ließ, kam sogar ohne Bezahlung aus der ganzen Nummer raus. Klar, dass sich ein paar Leute unserer Crew nicht zwei Mal bitten ließen. Terminplan Jaws – fully booked. Yolo und so!   Alles in allem war der Samstag ein rundum gelungener Festivaltag, der eigentlich richtig Bock auf den Sonntag gemacht hatte. Die Festivalorga entschied sich aber aufgrund der Wetterprognose alle Contests am Sonntag entweder abzusagen oder zu verschieben. Auch die Expo-Aussteller packten größtenteils schon ein, aber wir wollten’s wissen und erschienen am nächsten Tag im Dauerregen. Schade, dass Crankworx Innsbruck so endete, aber wenigstens hatten die Organisatoren alles richtiggemacht und den Slopestyle nach vorn verlegt. Uns kam das Ganze zugute, so konnten wir am Samstagabend nämlich noch ein bisschen Remmidemmi bei der offiziellen Aftershowparty machen.   Wir sagen Danke für ein geiles Festival!
 
((Bilder von Daniel Roos, Bild 1 von Martina Bogott))