March 31, 2017

Enduro World Series Rotorua

 
 

Unser Enduro Bro Bryan Regnier ließ sich das erste EWS Rennen in Rotorua natürlich nicht entgehen. Leider war das Wetter alles andere als gut, um nicht zu sagen ein einziger Alptraum, aber Bryan gab alles, um das Rennen zu beenden. Hier gibt’s seinen Rennbericht. 

Das Rennen in Rotorua (Neuseeland) war für mich der reinste Alptraum. Nach meinen ganzen Verletzungen im vergangenen Winter, wusste ich, dass das erste Rennen eine Bewährungsprobe werden würde. Aber dass es so hart wird, hätte ich nicht gedacht.

Ich hatte lange überlegt, mit welchem Bike ich das Rennen fahren sollte (CAPRA oder JEFFSY, kleiner Federweg 29“ versus großes Endurobike mit 170mm). Schließlich entschied ich mich aber fürs JEFFSY 29, denn die Tracks waren (bis dahin) trocken, gut in Schuss und ziemlich anstrengend, weil lang und fordernd. Aber ich fühlte mich ready to race. 

 

 

 

Am Renntag selbst war ich leider ziemlich kaputt, bin in der Nacht oft aufgewacht und der Himmel war bedeckt. Ich dachte mir aber “Let’s go” und motivierte mich zu 200% für das Rennen, das aus 65 km Distanz und 2.000 Tiefenmeter bestand.

Der erste Transfer war sehr anstrengend und schlecht ausgeschildert (ich hatte mich direkt verfahren). Auf dem Weg kamen mir andere Rider entgegen, die mir sagten, die Stage 1 sei ziemlich zerstört, ein bisschen rutschig aufgrund des Regens, aber sie wäre nicht schlimmer als der erste Transfer. Ich kam locker am Start der ersten Stage an, wärmte mich auf und konzentrierte mich. Hier waren wir also: die Top 30 ready to go und das Drama begann. Lol! Der Regen wurde stärker und die Sintflut begann.

Ich droppte in die Stage und versuchte, mich zu beruhigen: „Fahr einfach, als wäre es trocken!“. Und dann stellte ich fest, dass das Ganze komplizierter war als zuerst angenommen. Ausgewaschene Rinnen so groß wie mein Laufrad. WTF!

 

 

 

Und je weiter ich die Stage fuhr, desto härter und matschiger wurde es. Wir dachten, die Veranstalter würden das Rennen aufgrund des Wetters kürzen. Auf manchen Transfers konnten wir noch nicht einmal unsere Bikes fahren, weil es so rutschig war. 60 km unter diesen Bedingungen – das hatte nichts mehr mit Spaß zu tun.

Das Ergebnis dieses Rennens: 15 Drops, haufenweise Defekte, eine Verstauchung und eine große Prellung am Knie. Nach diesem Rennen, war mir ziemlich schnell klar, dass ich lernen muss, im tiefen Matsch zu fahren. Ich muss härter an mir arbeiten und sollte nicht ans andere Ende der Welt zum Rennfahren reisen, ohne vorher Vorbereitungsrennen gefahren zu sein.

Glücklicherweise haben mir YT und meine anderen Sponsoren geholfen, dieses Rennen zu überstehen. Ohne sie wäre ich aufgeschmissen gewesen. Ein großes Danke geht an Charly, meinen Mechaniker, der das ganze Wochenende hart gearbeitet hat.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich an mir arbeiten werde, um noch stärker ins nächste Rennen zu gehen. Ich werde analysieren, woran es gelegen hat und welche Fehler ich gemacht habe. Jetzt heißt es, Rennvorbereitung in Tasmanien, um beim zweiten Rennen durchzustarten. Meine Schulter und mein Knie sind jedenfalls schon wieder in Top-Form. Einmal getaped und gut!

See you,

Bryan

 

 
((All pics by Sebastian Schieck))